Sechs Parameter,
die passen müssen

Sechs Parameter, die passen müssen

Kognitive Fähigkeiten sagen beruflichen Erfolg in Führungspositionen gut voraus. Aber sie sind beileibe nicht alles. Auch auf das Verhalten kommt es an.

Intelligenz-Anpassung

Gemessen wird die Beherrschung gebräuchlicher numerischer und verbaler Fertigkeiten. Sie sind das Ergebnis eines langen Bildungsweges, der mit der Schulzeit keineswegs abgeschlossen ist. Sie sind unverzichtbar in allen Tätigkeitsfeldern, in denen Anpassungsleistungen, Wissenserwerb und/oder Kommunikation eine Rolle spielen: Führungsaufgaben, Verwaltung, Verkauf, Entwicklung, Planung.

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Intelligenz-Organisation

Mit dem Bereich Intelligenz-Organisation wird die Fähigkeit zu analytischem und kombinatorischem Denken erfasst. Sie ist besonders gefordert in Positionen, in denen komplexe und mehrdimensionale Sachverhalte zu bearbeiten sind. Die Bewährung bei Planungsaufgaben, beim Entwickeln neuer Strategien und beim abstrakten Problemlösen kann zuverlässig vorhergesagt werden.

Umstellungs-Bereitschaft

Gemessen wird die Bereitschaft, sich gegenüber Gewohnheiten und Vorurteilen in Entscheidungssituationen umzustellen. Werden bevorzugt bekannte Wege und Lösungsmöglichkeiten gewählt oder sucht die Person so lange, bis sie neue Wege und bisher nicht eingesetzte Möglichkeiten entdeckt? Festhalten an Bekanntem oder schnelles Wechseln können sowohl positive als auch negative Folgen haben. Es kommt deshalb darauf an, die Anforderungen der Zielposition genau zu kennen.

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Leistungs-Motivation

Leistungsbereitschaft wird durch individuell unterschiedliche Beweggründe aktiviert, die bereits in der frühen Erziehung vorgeprägt werden. Liegt die Priorität auf einem konkreten und kurzfristig erreichbaren Ergebnis oder gilt das Interesse in erster Linie einem befriedigenden Arbeitsablauf? Beide Motivationsmuster können erfolgreich sein – in Abhängigkeit von der Arbeitsaufgabe.

Stress-Stabilität

Gemessen wird die Ausprägung der Arbeits- und Konfliktlösefähigkeit in kontakt- und führungsbedingten Belastungssituationen. Stress durch psychosozialen Druck mindert die Leistungsfähigkeit dafür empfänglicher Personen spürbar. Gerade diese Sensibilität ist jedoch eine Voraussetzung für Leistungen, bei denen es auf soziale Wahrnehmung besonders ankommt. Umgekehrt gibt es Personen, die durch psychosozialen Druck kaum störbar sind. Die Messung zeigt die jeweilige individuelle Ausprägung, die für bestimmte berufliche Situationen günstig oder ungünstig sein kann.

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Hartnäckigkeit in der Ziel­ver­fol­gung

Planen und das daraus folgende Handeln wird durch Ziele bestimmt. Deutliche Unterschiede zeigen sich in der individuellen Reaktion auf unerwartete Schwierigkeiten: Manche Personen wägen schon bei geringfügigen Hindernissen ab, ob sich die weitere Zielverfolgung noch lohnt. In der Folge werden Ziele relativ leicht aufgegeben. Andere halten selbst dann unbeirrbar an ihren Zielen fest, wenn sich die Rahmenbedingungen entscheidend verändert haben. Je nach beruflicher Anforderung kann die eine oder andere Ausprägung von Vorteil sein oder Risiken bergen.

Ich habe zuerst gedacht, dass das nicht gehen kann. Dann habe ich selbst mitgemacht und war überrascht. Seitdem gibt es für mich aber keine Überraschungen bei unseren Personalentscheidungen.

PETER HERSEN   //   KUNDE